Verbraucher fordern, dass die Regierung, Marken und Einzelhändler sich stärker für nachhaltige Verpackungen einsetzen

Mit dem Trend Tracker Report 2023 versucht Two Sides, die sich ändernden Wahrnehmungen der Verbraucher gegenüber Druck- und Papierprodukten zu verstehen, wobei insbesondere das Umweltbewusstsein, die Lesegewohnheiten, die Verpackungspräferenzen und die Einstellung zu Tissueprodukten untersucht werden.

Online-Shopping – gute Nachrichten für Papierverpackungen

Die Verlagerung zum Online-Shopping hat sich in den letzten Jahren dramatisch beschleunigt. Mit einem wenigen Klicks oder Swipes können die Verbraucher nach einem Produkt suchen, es bestellen und es sich nach Hause liefern lassen, manchmal noch am selben Tag. In dem Maße, wie die Verbraucher die Sicherheit, Schnelligkeit und Bequemlichkeit des Online-Kaufs zu schätzen wissen, machen sie sich auch zunehmend Gedanken darüber, wie diese Produkte verpackt und geliefert werden.

Die europäischen Verbraucher fordern daher von den Anbietern, dass sie mehr tun, um sicherzustellen, dass ihre Verpackungen so gut es geht recycelbar sind und 49 % glauben, dass Verpackungen aus Papier leichter zu recyceln sind als andere Materialien. Die Recyclingdaten spiegeln diese Überzeugung wider: 82 % der Papierverpackungen werden recycelt, die höchste Recyclingquote aller Verpackungsmaterialien. Glas hat eine Recyclingquote von 76 %, Metall 76 % und Kunststoff nur 38 % (Eurostat, 2020).

71 % der europäischen Verbraucher bevorzugen es, dass online bestellte Produkte in einer passenden Verpackung geliefert werden, um den Abfall zu reduzieren, gegenüber 68 % im Jahr 2021. 59 % bevorzugen die Lieferung von Produkten in Papierverpackungen und sehen die nachhaltigen Vorteile von Papier im Vergleich zu anderen Verpackungsmaterialien, einschließlich Glas, Metall und Kunststoff.

Verbraucher fordern von Einzelhändlern, mehr zu tun

Einzelhändler spielen eine entscheidende Rolle bei der Innovation von Produktverpackungen und der Verwendung von recycelbaren, nachhaltigen Verpackungsmaterialien. Als Reaktion auf den zunehmenden Druck der Medien und der Verbraucher, ihre Leistungen und ihr Verhalten nachhaltiger zu gestalten, verbessern Einzelhändler in ganz Europa, insbesondere Supermärkte, ihre Umweltbilanz und kommunizieren ihre Verpflichtungen und Erfolge. Dennoch sind weniger als die Hälfte der Befragten (46 %) der Meinung, dass die Einzelhändler ausreichend tätig werden.

Die Umfrage ergab, dass die Verbraucher bereit wären zur Konkurrenz abzuwandern, wenn sie der Meinung sind, dass ein Einzelhändler nicht genug Maßnahmen ergreift, um nachhaltiger zu werden. 41 % würden einen Einzelhändler meiden, der nicht aktiv versucht, die Verwendung von nicht wiederverwertbaren Verpackungen zu reduzieren, und 55 % würden mehr bei Einzelhändlern kaufen, die Plastik reduzieren.

Da die Verbraucher über die Auswirkungen von Verpackungsabfällen auf unseren Planeten besorgt sind, erwarten sie zunehmend, dass die Regierung und Hersteller sowie Einzelhändler mehr tun, um sicherzustellen, dass Verpackungen weitgehend recycelbar sind. Auf die Frage, wer ihrer Meinung nach die größte Verantwortung für die Verringerung der Verwendung von nicht wiederverwertbaren Einwegverpackungen trägt, antworteten 39 % der Verbraucher, dass der Staat und die Gemeinden die größte Verantwortung tragen, gefolgt von Marken, Einzelhändlern und Supermärkten (22 %), Verpackungsherstellern (20 %) und dem Verbraucher selbst (19 %).